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9. SafeTRANS Industrial Day
Der 9. SafeTRANS Industrial Day findet am 23. November 2010 in Sindelfingen im Mercedes Event Center zum Thema "Model based systems engineering" statt.
Eine Anmeldung ist bis zum 17. November 2010 möglich. Bitte nutzen Sie dazu das Anmeldeformular.
Den Flyer mit Programm, welcher auch das Anmeldeformular enthält, finden Sie hier.
| 09:30-09:45 |
Begrüßung
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Dr. Klaus Grimm, Daimler AG
Prof. Dr. Werner Damm, SafeTRANS
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| 09:45-10:15 |
Prof. Dr. Wener Damm, SafeTRANS
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Contract based systems engineering
Abstract
We present contract based development methods for avionics and
automotive embedded applications pushed and assessed by the Integrated
Project Speeds. We illustrate, how the classical paradigm of design by
contract can be lifted into the embedded world through elaborating on
contracts for safety and contracts for real-time, indicating as well
automatic tool support for verifying such contracts. We show, how such
analysis methods can be interfaced to industry standard development
tools following an open semantic based interoperaility approach
established by Speeds.
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| 10:15-10:45 |
Dr. Kay Werthschulte, ESG Elektroniksystem-und Logistik-GmbH
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Einfluss der Abstraktionstiefe von Kommunikationsbeziehungen auf die Softwareentwicklung
Abstract
Der Entwurf sicherheitskritischer Software in verteilten Systemen wird erst durch die Bildung von durchgängigen Vorgehensweisen und Methoden ermöglicht. Besonders die Einführung von Mehrkernprozessoren, neuer Kommunikationssysteme zur Vernetzung von Sensor-/Aktorsystemen im Fahrzeug und neuer Softwarestandards wie AUTOSAR stellen hohe Anforderungen an den Entwicklungsprozess.
Bei der Partitionierung von verteilten Systemen kommt es daher oftmals zu Inkonsistenzen innerhalb der Funktionsverknüpfungen. Eine Reduzierung von Fehlern auf Grund unvollständiger Schnittstellenbeschreibungen kann mit der Erweiterung von bestehenden Konzepten erreicht werden, die zur flexiblen Abstraktion von Kommunikationsbeziehungen führen und damit eine Entkopplung zwischen Anwendungs- und Kommunikationsschicht erlauben. Innerhalb des Vortrags soll gezeigt werden, wie Veränderungen in der Sicht der Kommunikationsbeziehungen zwischen einzelnen Komponenten im System die Qualität der erstellten Software verbessern.
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| 10:45-11:15 |
Kaffeepause und Networking
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| 11:15-11:45 |
Dr. Ingo Kreuz, Daimler AG
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Software-Modellqualität im Automobil
Abstract
Spezifikationen und Software-Implementierungen werden im Embedded-Umfeld immer häufiger modellbasiert erstellt. In der Automobilindustrie kommen neben UML zur Spezifikation vor allem Matlab Simulink und Stateflow zur Implementierung zum Einsatz.
Die grafische Darstellung unterstützt die Entwickler dabei, Fahrzeug-Funktionen intuitiver und auf höherer Abstraktionsebene darzustellen, als mit klassischen, textuellen Spezifikations- bzw. Programmiermethoden. Der Programmcode für die Software kann direkt aus diesen Modellen generiert werden, so dass kein Zusatzaufwand und praktisch keine zusätzlichen Fehlerquellen auftreten. Trotz dieser Vorteile kann die Qualität der Software mit dieser Methode allein noch nicht garantiert werden. Neben der funktionalen Qualität, müssen auch weiterhin nichtfunktionale Eigenschaften wie Wartbarkeit, Verständlichkeit, Wiederverwendbarkeit usw. sichergestellt werden.
In diesem Artikel stellen wir konstruktive und analytische Methoden und Werkzeuge vor, um die Softwarequalität so früh wie möglich im Entwicklungsprozess sicherzustellen.
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| 11:45-12:15 |
Marc Neubauer, Volkswagen AG
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Assistenzsystem zum Test von Software im Fahrzeugfahrversuch für elektromechanische Lenksysteme
Abstract
Im automobilen Umfeld ist die Entwicklung von elektronischen
Baugruppen und dazugehöriger Software von immer kürzer werdenden
Entwicklungszyklen geprägt. Innerhalb der Zyklen besteht darüber hinaus die
Notwendigkeit, betriebswirtschaftliche Parameter wie etwa Kosten und
Personalbedarf, Marketingparameter wie Alleinstellungsmerkmale und technische
Parameter wie Qualität, Design- und Komfortmerkmale zeitnah zu
berücksichtigen. Getrieben durch ein steigendes Nachhaltigkeitsbewusstsein der
Kunden und den damit einhergehenden Forderungen nach energieeffizienten
Fahrzeugtechnologien wird im Automobilbereich an völlig neuen Ansätzen für
eine Vielzahl klassischer Komponenten geforscht. Zum Beispiel kann der
Kraftstoffverbrauch (je 100 km) durch den Einsatz einer elektromechanischen
Lenkung1 (Achs Paralleler Antrieb2, APA) um 0,3 Liter reduziert werden – ein
Ansatz, der ohne Verwendung eingebetteter Systeme nicht realisierbar wäre. Vor
dem Hintergrund dieser Innovationsinitiative ergibt sich das Bild einer Vielzahl
nebenläufiger, kooperierender Softwareproduktionsprozesse, die allesamt ein Ziel
verfolgen: Eine technische einwandfreie, wirtschaftliche und nachhaltige
Automobilkomponente. Der aktuelle Stand der Forschung zeigt eine deutliche
Verstärkung der Ansätze in Bezug auf automatisierte Entwicklungs- und
Teststrategien für Softwareprozesse und Wiederverwendung. Dies geschieht auch
in erster Linie unter dem Aspekt des Kostenfaktors, der wesentliche Bestandteil
im Bereich der Softwareentwicklung. So müssen bei der
Entwicklung von Motorsteuergeräten etwa 50% aller Kosten für Integrations- und
Modultests von dazugehöriger Software veranschlagt werden. Für die Verifikation
und Validierung von Softwarekomponenten der elektromechanischen Lenkung
werden unter anderem Fahrzeugfahrversuche und Hardware in the Loop (HiL)
Systeme eingesetzt. Die Hardware in the Loop Tests basieren hierbei auf der
konzerneinheitlichen Testautomatisierung EXAM (Extended Automation Method),
während die Fahrzeugfahrversuche unautomatisiert ablaufen. Der Ansatz diese
Testautomatisierung aus der statischen HiL-Umgebung in die dynamische
Fahrzeugumgebung zu transferieren soll am Beispiel der Entwicklung eines
elektrischen Beifahrers für Fahrzeugfahrversuche aufgezeigt werden. Durch den
Einsatz des elektrischen Beifahrers wird eine nachhaltige Kostenreduktion,
Qualitätssteigerung und Zeiteinsparung in Bezug auf beteiligte Prozesse erreicht.
Mit der Einführung der Testautomatisierung im Fahrzeug lässt sich ebenso eine
erhöhte Ergebnisqualität und Reproduzierbarkeit der Testergebnisse und eine
Effizienzsteigerung im Ressourceneinsatz erreichen. Der elektrische Beifahrer
versteht sich als ein Assistenzsystem, das nicht im klassischen Sinne von
Assistenzsystemen im automobilen Umfeld -beispielsweise der Erbringung einer
Sicherheits- oder Komfortfunktion – fungiert, sondern im Rahmen der
Testdurchführung im Fahrzeug eingesetzt wird. Das bedeutet, dass der Testfahrer
aktiv bei der Durchführung seiner Testaktivität durch den elektrischen Beifahrer
unterstützt wird und seinen Fokus auf das Wesentliche, die korrekte Durchführung
des Fahrzeugversuchs, richten kann. Das System versteht sich also im Rahmen der
grundlegenden Klassifikation von Assistenzsystemen als Überlagerung
aus intervenierender und führender Assistenz.
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| 12:15-12:45 |
Diskussion und Ergebnissicherung
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| 12:45-13:45 |
Mittagspause
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| 13:45-14:15 |
Dr. Michael Leining, DB Netz AG
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Modellbasierte Spezifikation von Eisenbahnleit- und Sicherungstechnik mit Hilfe formaler Methoden
Abstract
Die Weiter- bzw. Neuentwicklung von LST-Systemen, die z.B. auf Grund der
Einführung des European Train Control Systems (ETCS) erforderlich werden –
müssen spezifiziert und in die bestehende Systemwelt integriert werden.
Diese Ziele sind nur erreichbar, in dem die Qualität der
Anforderungsspezifikationen gegenüber dem bisherigen Standard angehoben und
die Spezifikationseffektivität verbessert wird.
In einem ersten Schritt sollen zunächst interoperablen Schnittstellen
zwischen den einzelnen LST-Komponenten geschaffen werden. Die Spezifikation
dieser Schnittstellen erfolgt modellbasiert auf Basis der Systems Modeling
Language (SysML). Dazu wird ein SysML-Modell erstellt, das drei wesentliche
Ebenen umfasst. Diese repräsentieren verschiedene Sichten auf das
Gesamtsystem. Für die Anforderungsspezifikation besonders relevant ist
dabei die fachlich-logische Sicht.
Herzstück dieser Sicht ist ein strukturelles Architekturmodell, das alle
logischen Elemente der LST umfasst und die Beziehungen zwischen diesen
Elementen aufzeigt. In dieser strukturellen Übersicht werden dann
funktionale Modellbestandteile integriert. Für die Spezifikation von
Schnittstellen wurde folgende Spezifikationsmethodik entwickelt:
- Zunächst werden für die an einer Schnittstelle beteiligten
Komponenten alle schnittstellenrelevanten Anwendungsfälle abgeleitet (Use
Cases).
- Die möglichen Abläufe der Anwendungsfälle werden mit
Aktivitätsdiagrammen modelliert, in denen die Systemfunktionen der
jeweiligen Komponente entsprechend aufgerufen werden. Dadurch sind die
funktionalen Abläufe an der Schnittstelle grob definiert.
- Die Spezifikation der Systemfunktionen erfolgt durch
Zustandsautomaten für jede logischer Komponente. Diese geben den möglichen
Zustandsraum einer Komponente und alle möglichen Transitionen vor.
- Die Zustandsautomaten an beiden Enden einer Schnittstelle sind
über Ereignisse miteinander gekoppelt: Ein Ereignis, das in einer der
Zustandsmaschinen erzeugt wird, wird über die Schnittstelle übertragen und
von der Nachbar-Zustandsmaschine konsumiert. Dort löst es ggf. einen
entsprechenden Zustandsübergang aus.
- Somit lassen sich aus dem Zusammenwirken beider
Zustandsmaschinen „rechts“ und „links“ einer Schnittstelle alle zulässigen
Event-Folgen über die Schnittstelle ableiten. Diese werden für ausgewählte
Szenarien in Sequenzdiagrammen dargestellt.
Die Modellierung erfolgt dabei so detailliert, dass sich das Modell
prinzipiell ausführen lässt. Damit ließen sich beliebige Verifikations- und
Validierungsverfahren auf das Modell anwenden. Dieser Schritt ist momentan
allerdings noch nicht realisiert.
Während das Modell prinzipiell der Analyse und dem Design der Anforderungen
dient, werden für die Dokumentation der Anforderungen Module in IBM DOORS
angelegt. Deren Struktur entspricht derjenigen der klassischen Lastenhefte.
An die relevanten Stellen im jeweiligen Modul werden Diagramme aus dem
Modell als Grafik eingefügt und durch informellen, erklärenden Text
ergänzt. Damit kann eine archivierbare Dokumentation des Modells erreicht
werden, da sich aus den DOORS-Modulen sehr einfach PDF-Dateien und
Ausdrucke herstellen lassen. So wird das Spezifikationsergebnis unabhängig
von der Verfügbarkeit der Modellierungswerkzeuge, profitiert aber von den
modellimmanenten Konsistenz- und Adäquatheitsprüfungen.
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| 14:15-14:45 |
Rainer Ersch, Siemens AG
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Software und Product Lifecycle Management Interoperability
Abstract
For development of complex systems, the integration of mechanical, electrical and software artifacts is critical to success. This talk describes a pragmatic approach to ALM and PLM interoperability based on the OSLC (Open Services for Lifecycle Management) initiative. Together, we'll explore how companies from across multiple industries are coming together through OSLC to integrate tools from ALM vendors with tools from PLM vendors.
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| 14:45-15:15 |
Kaffeepause und Networking
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| 15:15-15:45 |
Tobias Knostmann, Esterel Technolgies GmbH
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Ganzheitliche Strategien für System- und Software- Engineering
Abstract
Esterel Technologies ist der führender Anbieter von modellbasierten Tools zum Design von sicherheitskritischer Embedded Software. Mit seinen Tools SCADE Suite und SCADE Display stellt Esterel Werkzeuge für die Entwicklung von Applikationen für technisch anspruchsvolle Anwendungen, die auch den strengsten Zertifizierungsanforderungen genügen, zur Verfügung. Die explizite Abgrenzung dieser Softwarewerkzeuge zum Designprozess eines Gesamtsystems stellt Kunden und Partner vor die Frage, wie sich ein modellbasierter Ansatz sinnvoll und vor allem durchgängig implementieren lässt, der Systems-Engineering-Methoden mit einem ausgereiften Software-Engineering-Prozess integriert. In diesem Zusammenhang gewinnt seit 2003 das UML2-Profil SysML immer größere Relevanz – es soll daher beleuchtet werden, welche Anforderungen Kunden und Partner in diesem Kontext an einen Tool Provider wie Esterel Technologies stellen und wie mögliche Strategien aussehen können, um diese Anforderungen zu erfüllen.
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| 15:45-16:15 |
Dr. Thomas Kuhn, Fraunhofer IESE
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Modellgetriebene Softwareentwicklung für Mehrkernprozessoren
Abstract
Bisher konnte die Leistung neuer Prozessorgenerationen durch das Erhöhen der Taktfrequenz gesteigert werden – so wurden Prozessoren schneller und Software profitierte automatisch von dieser Leistungssteigerung. Aufgrund exponentiell ansteigender Leckströme und der daraus resultierenden Abwärmeproblematik ist dies nicht mehr möglich. Zukünftige Plattformen werden ihre Leistung mittels parallel arbeitender Rechenkerne steigen; die Leistung eines einzelnen Kerns hingegen wird stagnieren oder sogar abnehmen. Diese Mehrkernprozessoren erreichen, verglichen mit heute verfügbaren Prozessoren, eine wesentlich höhere Leistung bei gleichzeitig geringerem Energieverbrauch. Um dieses Potential nutzen zu können müssen jedoch neue Methoden zur Softwareentwicklung genutzt werden. Dieser Vortrag gibt einen Überblick über geeignete Technologien der modellbasierten Softwareentwicklung, welche das Potential paralleler Plattformen nutzen und effizient in heutige Entwicklungsprozesse integriert werden können. Ferner thematisiert er parallele Softwarearchitekturen und beschreibt aufkommende Probleme der Softwareentwicklung für parallele Plattformen.
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| 16:15-17:00 |
Diskussion und Ergebnissicherung
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| 17:00 |
Ende der Veranstaltung
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